Praxissoftware heute und morgen

Um Abrechnung und die Patientendokumentation zu bewerkstelligen, gehören spezielle Softwarelösungen für niedergelassene Ärzte und Arztpraxen mittlerweile zur Standardausstattung. Entsprechend groß ist natürlich auch der Markt der Anbieter. Welche Lösungen sind jedoch für Ihre Praxis geeignet? Und nach welchen Kriterien beurteilt man überhaupt die Qualität einer Software?

Ausgangspunkt dieser Überlegungen sollte eine Bedarfsanalyse sein: Was benötigt der Anwender einer Praxissoftware? Die Anforderungen einer fachübergreifenden Praxis mit einer Röntgeneinheit sind beispielweise umfassender als die einer Hausarztpraxis. Dies betrifft nicht nur dem Umfang der enthaltenen Funktionen, sondern insbesondere deren Spezifikationen und Anwendungstiefe.

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz steigen

Die meisten Lösungen am Markt waren anfangs auf die Abrechnung ärztlicher Leistungen fokussiert. Seit über zehn Jahren richten die Anbieter jedoch ihre Softwareentwicklung auf weitere zeit- und kostenintensive Prozesse des Praxisbetriebes, wie etwa die Patientendokumentation, um weitere Einsparpotentiale für den Praxisbetreiber freizusetzen. Während die Komplexität der Lösungen in diesem Zeitraum stetig zugenommen hat, sind die Nutzungsbarrieren der Ärzte im Umgang mit dem PC und den modernen Kommunikationsmitteln deutlich zurückgegangen.

Das Gesundheitswesen zwingt zum Fortschritt

Aber auch die Umwälzungen innerhalb des deutschen Gesundheitswesens haben massiven Einfluss auf die Entwicklung der Anwendungen gehabt. Neben der Abrechnung und Patientendokumentation, kamen mit Einführung von Qualitätsrichtlinien für z.B. DMP Programme (Disease Management Programm), Leitlinien gesteuerte Dokumentationen dazu.

Durch die Gesetzesreformen des GMG zum 01. Januar 2004 kamen wesentliche neue Versorgungsstrukturen mit den medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und der Einführung von integrierten Versorgungsformen dazu. Immer weiter differenzierte Versorgungsverträge prägen heute das Bild der Flächenversorgung in Deutschland. Die Welt der Praxis IT wird morgen mit Sicherheit noch komplexer, nicht aber unbedingt an der Oberfläche der Anwendung. Hier werden Entwicklungen in die Softwareergonomie neue Oberflächen und Dienste ähnlich der APP Technologie bereit stellen.

Praxis IT von morgen: Wo die Reise hingeht!

Digitale Mobilität, Cloud Computing und ressourcensparender Einsatz von Hardware werden zunehmend von Ärzten und Praxisinhabern nachgefragt und lassen zusätzliche Effizienzpotentiale erkennen. Die Frage nach dem richtigen System lässt sich darum nicht allgemeingültig beantworten. Daher müssen die eigenen Anforderungen mit der Bereitschaft zu innovativen Lösungswegen abgeglichen werden. Darsu ergeben sich zwei Kernfragen:

Was benötige ich heute unbedingt?
Definieren Sie mindestens fünf „must have“-Kriterien für Ihre neue Software. Hierbei können neben konkreten Anwendungen auch Aspekte wie Servicequalität, angebotene Weiterbildungsangebote für Ihre Mitarbeiter oder bereits vorhandenes Know How eine Rolle spielen.

Was benötige ich morgen?
Natürlich können auch Sie vermutlich nicht in die Zukunft schauen. Aber durch eine vorausschauende Herangehensweise verschaffen Sie sich eine längere Investitionssicherheit für die nächsten Jahre. Hier sollten auch Überlegungen zu den aktuellen Betriebssystem Standards und den state of the art Technologien eine Rolle spielen. Wenn Sie heute in Hard- oder Software investieren, die vor 2 Jahren aktuell war, können Sie sicher sein, dass der Investitionszeitraum von 5 Jahren nicht erreicht wird.

Beim konkreten Vergleich von Angeboten der Softwareanbieter werden Sie überdies auf zahlreiche Funktionen und Entwicklungen der jeweiligen Softwarelabore stoßen, die sich möglicherweise als „nice to have“-Kriterien auf Ihre persönliche Entscheidung auswirken.

Wir haben eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien zusammengestellt

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