eHealth – Die Entwicklung

Der Gesundheitsmarkt ist einer der entscheidenden, weltweiten Wachstumsmärkte und steht daher im Fokus politischer und technologischer Innovationsinteressen. Der Wettbewerb an Ideen ist dicht und hart umkämpft, und in vielen Bereichen des Gesundheitsmarktes zeichnen sich derzeit bereits mehr oder weniger konkrete Entwicklungen für die Zukunft ab.

Zuwachs der Ausgaben bis 2020

Einzelne Teilsektoren im Gesundheitswesen nutzen die Möglichkeiten der Informationstechnologie unterschiedlich und eine übergreifende Vernetzung ist bisher nur in Pilotprojekten zu beobachten. Aufgrund der demografischen Entwicklung, des technischen Fortschritts und des stärkeren Gesundheitsbewusstseins wird sich der Druck auf die überwiegend solidarisch finanzierten Gesundheitssysteme in Europa erhöhen, das Handling von Patienten mit zukunftsfähigen und effizienten Prozessen zu gestalten. So werden sich die Ausgaben deutlich erhöhen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD erwartet ein Ansteigen der Ausgaben von jetzt ca. 11% auf bis zu 16 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts bis 2020.

Der Hausarzt als Schnittstelle

Die heutigen eHealth-Angebote richten sich hauptsächlich an die Leistungserbringern des Gesundheitswesen, ähnlich der B-to-B (business to business)-Ebene im E-Commerce Bereich. Aufgrund mangelnder Interoperabilität sind die Akteure dabei häufig noch zu Insellösungen gezwungen. Einheitliche Standards sind aufgrund der starken Fragmentierung des Marktes nicht etabliert. Der steigende Kostendruck und das enorme Einsparpotential wird in den nächsten Jahren eine Konsolidierung der Strukturen beschleunigen.

Auf der anderen Seite stehen die „doc-to-patient“-Anwendungen, ähnlich dem B-to-C (business to consumer)-Prinzip, die einen direkten Kontakt der Patienten mit Leistungserbringern des Gesundheitswesens ermöglichen. Hier ist – insbesondere in den europaweit verbreiteten Primärarztsystemen – der Hausarzt die zentrale Instanz.

Mobile Informationssysteme wie eCare Lösungen oder Telemedizinprodukte verbinden bereits medizinischen mit technologischem Fortschritt. Kommunikationslösungen wie E-mail, soziale Netzwerke, Onlineterminkalender, Arztforen und Portale verbreiten sich rasant schnell und werden zukünftig deutlich mehr in Anspruch genommen. Es ist an der Zeit, den Patienten diese Anwendungen flächendeckend bereit zu stellen.

Höhere Transparenz für Patienten

Die Patienten werden zukünftig stärker und aktiver in die Prozesse mit eingebunden. Die Medizin der Zukunft setzt auf stärkere Eigenverantwortung und auf transparente Prozesse und sucht diese mit individueller Datenhoheit und umfangreichem Datenschutz zu vereinen. Die zukünftige Anforderungen richtet sich mit neuen Ansprüche an Usability, Sicherheit und Transparenz an eine Generation von jungen Menschen, die als sogenannte „digital natives“ im Alltag bereits selbstverständlich mit den neuen Kommunikationskanälen umgehen.

In den Zukunftsmodellen der medizinischen Versorgung bewerten mündige Patienten schnell und gezielt, ob an sie gerichtete Angebote ausreichend attraktiv und transparent genug erscheinen. Eine hohe Informationsdichte bietet bei gleichberechtigter Verfügbarkeit zwangsläufig maximale Transparenz und Vergleichbarkeit der Angebote.

Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Es liegt aber an den Beteiligten von heute, das Gesundheitswesen von Morgen mit zu gestalten. Denn auch hier gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen.

Wir stellen Ihnen hier einige eHealth-Angebote vor, die diesen Weg bereits heute ermöglichen, und mit geringem Aufwand einen Mehrwert für Ärzte und Patienten darstellen:

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Weitere “Doc-to-Patient” Angebote:
Online-Terminkalender
eCare
Onlinesprechstunde
Telemedizin
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